{"id":49,"date":"2021-03-01T17:47:49","date_gmt":"2021-03-01T16:47:49","guid":{"rendered":"https:\/\/www.autal.at\/wordpress\/?page_id=49"},"modified":"2021-03-01T22:09:03","modified_gmt":"2021-03-01T21:09:03","slug":"geschichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.autal.at\/wordpress\/geschichte\/","title":{"rendered":"Geschichte"},"content":{"rendered":"\n<p>Die Kirche Autal wurde 1933 erbaut und im folgenden Jahre als Kreuzkirche geweiht. Den Entwurf lieferte der Architekt Fritz Prangl. An der S\u00fcdwestecke ist ein Turm mit quadratischem Grundriss angebracht. Dieser wurde 1939 erh\u00f6ht und gleichzeitig der urspr\u00fcngliche Spitzhelm abgetragen. Das Kircheninnere ist ein Saalraum mit zwei schmalen Abseiten (durch je zwei Betonpfeiler abgetrennt)und ein leicht erh\u00f6hter Altarraum. \u00c4hnlichkeiten ergeben sich zur basilikalen Form der Grazer St.-Josephkirche. Der dreigeschossige Pfarrhof wurde in den Jahren 1936 bis 1939 im rechten Winkel an der Nordseite der Kirche angef\u00fcgt. Erstmalig ist der Versuch, Kirche und Pfarrhaus als einheitlichen Bauk\u00f6rper zu gestalten. Letzteres wurde in den Jahren 1999 und 2000 durch einen Zubau erweiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein gro\u00dfe Wohlt\u00e4terin der Kirche war die Frau Baronin Maya Reichsfreiin Wucherer von Huldenfeld, deren Familienwappen an der Orgelempore h\u00e4ngt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Einrichtung stammt aus der Bauzeit. Der Hochaltar wird von einem \u00fcberlebensgro\u00dfem Kreuz aus Tiroler Zirbenholz bestimmt. Der Bildschnitzer war Hans Mauracher. Von ihm stammen auch die Kanzel (Anbetung der K\u00f6nige) und das Marienstandbild des linken Seitenaltares. 1938 folgte die Herz-Jesu-Statue f\u00fcr den rechten Seitenaltar. Nach dem Krieg schuf derselbe K\u00fcnstler noch ein Standbild des Hl. Joseph (rechte Abseitenwand) und ein auferstandener Heiland. Die Weihnachtskrippe schuf Erwin Huber im Jahre 1946.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Wandmalereien schuf Fritz Silberbauer in den Jahren 1937\/38. Sie stellen die vierzehn Kreuzwegstationen dar und sind in Pastellfarben ausgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Bild &#8222;Maria Treu&#8220; beim Eingang wurde zu Maria-Empf\u00e4ngnis 1940 von Frau Christine Postl gestiftet.<\/p>\n\n\n\n<p>In dem 2004 erneuerten Glockenturm h\u00e4ngen die 570 kg schwere &#8222;Kreuzglocke&#8220;, die &#8222;Marienglocke&#8220; mit 331,5 kg (beide aus dem Jahre 1938). Hergestellt wurden sie von der Innsbrucker Glockengie\u00dferei Gra\u00dfmayer, welche 1962 das Gel\u00e4ute noch durch eine dritte Glocke, die &#8222;Josefsglocke&#8220; (172 kg), vervollst\u00e4ndigt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Die farbigen Glasfenster stammen von Prof. Franz Weiss aus dem Jahre 1990. In der Rose \u00fcber der Orgelempore thront Christus als Weltherrscher (Pantokrator). Im Altarraum zeigen zwei Fensterbahnen die vier Erzengel (Uriel, Gabriel, Michael, Raphael) und zwei Engel mit Erntek\u00f6rben. Den acht Rundfenstern der Abseiten hat Meister Odilo Kurka (Glasmalerei Schlierbach) einen warmen Alabasterton verliehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die beiden Torfl\u00fcgel der Kirche wurden 1989 mit Bronzereliefs von Prof. Erwin Huber versehen. Dargestellt sind: Mariae Verk\u00fcndigung, die Anbetung der drei Weisen aus dem Morgenland, die Auferstehung Christi und die Begegnung mit den J\u00fcngern in Emaus.<\/p>\n\n\n\n<p>An der Au\u00dfenseite der ostseitigen Chorapsis ist 1957 ein Heldenaltar zum Ged\u00e4chtnis der Gefallenen beider Weltkriege errichtet worden. \u00dcber dem Altartisch sind sechs &#8222;Kriegerstafeln&#8220; und in der Mitte das Eiserne Kreuz angebracht. Dar\u00fcber befindet sich &#8222;Maria Heimgang&#8220;, von Rita Passini in Keramik ausgef\u00fchrt.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber der Eingangst\u00fcr zum Pfarrhaus ist ein Rundfeld (Tondo) aus Marmor, Maria mit Kind darstellend, eingemauert. Bemerkenswert ist auch eine Erinnerungstafel, welche auf eine gro\u00dfz\u00fcgige Stiftung aus dem k\u00fcnstlerischen Nachla\u00df des Tondichters Julius Fucik (geb. 1872 in Prag, gest. 1916 in Berlin) hinweist.<\/p>\n\n\n\n<p>Quellen:<\/p>\n\n\n\n<p>DEHIO HANDBUCH: Die Kunstdenkm\u00e4ler \u00d6sterreichs, Steiermark ohne Graz, bearbeiter von Kurt Woisetschl\u00e4ger und Peter Krenn, Verlag Anton Schroll &amp; Co, Wien 1982<\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Die Geschichte unserer Kirche&#8220;, Maschinschrift von Hermine Prevolschek, ver\u00f6ffentlicht im Autaler Pfarrblatt 2002<\/p>\n\n\n\n<p>Chronik der Pfarre Autal, 3 B\u00e4nde, handgeschrieben, ab 1933<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Kirche Autal wurde 1933 erbaut und im folgenden Jahre als Kreuzkirche geweiht. Den Entwurf lieferte der Architekt Fritz Prangl. An der S\u00fcdwestecke ist ein Turm mit quadratischem Grundriss angebracht. 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